Willkür in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ?

11. Juni 2011   •   Kommentare deaktiviert für Willkür in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ?   

Kein geringerer als der Präsident des Bundesrechnungshofs Dieter Engels bescheinigt den Gesetzlichen Krankenkassen eine willkürliche und intransparente Bewilligungspraxis von Eltern-Kind-Kuren. Dies ging aus einem Bericht für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor.

Willkür in der Gesetzlichen Krankenversicherung GKVJedes Jahr geben die Kassen knapp 300 Millionen Euro für Eltern-Kind-Kuren aus. Kassen lehnen die Eltern-Erholung „unter Hinweis auf das geltende Wirtschaftlichkeitsgebot“ häufig ab, monieren die Prüfer. Laut WirtschaftsWoche entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Fälle meist nach Aktenlage, ohne die Eltern zu sprechen und ohne Ihre Pflicht wahrzunehmen, den Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln.

Zudem gängelten einige Krankenkassen ihre Kunden mit juristischen Tricks: „So versahen Krankenkassen ihre Bescheide nicht mit Rechtsbehelfsbelehrungen, verlangten Widerspruchsbegründungen oder drängten Versicherte zur Rücknahme des eingelegten Widerspruchs. Eine Gleichbehandlung der Versicherten ist so nicht gewährleistet. Laut Statistik würden 20 Prozent der Anträge final abgelehnt, die wahren Zahlen wichen aber bis zu 40 Prozent davon ab. Genau das aber hat der Gesetzgeber verhindern wollen.

Aber auch bei der Abwicklung der ersten insolventen Krankenkasse in Deutschland, der City BKK gibt es massive Probleme. Entgegen früherer Aussagen der Behörden könnten Versicherte monatelang ohne Kassenleistungen dastehen, wenn sie sich nicht umgehend eine neue Krankenkasse suchen. Es besteht die Gefahr „größerer Versorgungslücken“, zitiert die „Berliner Zeitung“ aus einem Papier mehrerer Kassenverbände.

So würden laufende Geldzahlungen wie Pflege- und Krankengeld zunächst nicht mehr überwiesen. Außerdem behandelten die Ärzte nur noch gegen Privatrechnung, da die Versichertenkarte nicht mehr gültig sei. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte dazu: „Gemeinsam mit den Krankenkassen sind wir uns einig, dass ein nahtloser Übergang für alle Leistungen und Leistungsansprüche gewährleistet sein muss.

Entsprechende Vorbereitungen werden derzeit getroffen“, bestätigte er der „Berliner Zeitung“. Etwas spät wie wir meinen!!! Erst schaut man also gelassen zu, wie zum ersten Mal in der Geschichte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eine Krankenkasse insolvent geht; dann wartet man ab und schaut was passiert. Zunächst werden ältere Versicherte von anderen Kassen abgewimmelt, und nun die Gefahr von vorübergehenden Leistungseinbußen und Leistungseinschränkungen. Als Versicherter der City BKK käme ich mir hier wie ein Versuchskaninchen vor.

Von Seiten der Christlichen Krankenversicherung empfehlen wir allen City BKK Kunden und allen ethisch orientierten Krankenkassenkunden schnellstmöglich zur BKK IHV, Wiesbaden über Ihren Kooperationspartner ProLife Deutschland zu wechseln. Bei der BKK IHV, Wiesbaden handelt es sich um eine kleine aber feine und vor allem finanziell solide ausgestattete Krankenkasse, die einen freiwilligen Verzicht auf Abtreibung / Schwangerschaftsabbruch anbietet; was wir unterstützen.

Abtreibung / Schwangerschaftsabbruch bedeutet letztendlich die Tötung eines Kindes, mag die Entscheidungslage für die Familie oder die Frau noch so schwer sein. Wir unterstützen den Mut dieser Krankenkasse, die sich als erste Gesetzliche Krankenkasse durch Ihre Kooperation mit der ProLife Deutschland öffentlich gegen dieses Unrecht erklärt.

Hier finden Sie weitere Informationen und die erforderlichen Anmeldeformulare zur BKK IHV Krankenkasse.

Die rund 168 000 Versicherten der City BKK haben offiziell bis Mitte Juli Zeit, sich eine neue Krankenkasse zu suchen. Lassen sie diesen Termin verstreichen, suchen der Arbeitgeber, die Bundesanstalt für Arbeit oder die Rentenversicherung eine neue Krankenkasse aus und melden den Versicherten dort an. Die neue Kasse muß zwar auch rückwirkend zahlen. Privatrechnungen der Ärzte könnten dann aber möglicherweise nicht vollständig erstattet werden.

Bild: © stock.xchng (SXC)

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