Stationäre Zusatzversicherungen sinnvoll?

1. Oktober 2011   •   Kommentare deaktiviert für Stationäre Zusatzversicherungen sinnvoll?   

Gesetzliche Krankenkassen zahlen nur die Therapie im nächstgelegenen Krankenhaus, wo der diensthabende Stationsarzt für Patienten zuständig ist – und nicht eine Mediziner-Koryphäe mit Chefarztstatus.

Allerdings müssen gesetzlich Versicherte ihr Schicksal nicht klaglos hinnehmen. Denn jedes Kassenmitglied hat es in der Hand, eine privaten stationären Zusatzversicherung abzuschließen. „Pocht der Patient auf Einweisung in eine bestimmte Klinik, sichert eine solche Police in der Regel auch die daraus entstehenden Mehrkosten, erklärt Thorsten Rudnik, Vorstand beim Bund der Versicherten (BdV) in Hamburg.

Warum stationäre Zusatzversicherungen sinnvoll sein könnenWeiterer Pluspunkt: Stationäre Zusatzversicherungen kommen auch für Chefarztbehandlungen und die Unterbringung im Ein- respektive Zweibettzimmer auf. Ist in der Wunschklinik kein Einbettzimmer frei, leisten manche Policen ersatzweise Krankenhaustagegeld. Blind auf den privaten Luxus vertrauen sollte aber niemand. Wer böse Überraschungen im Ernstfall vermeiden will, sollte die Bedingungen der Versicherer vor Vertragsschluss genau studieren.

So erstatten zum Beispiel längst nicht alle Assekuranzen am Markt medizinische Maßnahmen in gleichem Umfang. Was die Leistungsfähigkeit der einzelnen Policen anbetrifft, gibt es hier beträchtliche Unterschiede. So dürfte zwar der Genesungsprozess in einem ruhigen Einbettzimmer wohl schneller voranschreiten, als in Fällen, in denen man sich das Zimmer mit einem Bettnachbarn teilt. Wer allein liegen will, zahlt dafür aber in der Regel auch einen satten Aufpreis, ohne dafür tatsächlich eine bessere Behandlung zu erhalten.

Doch längst nicht jeder kann oder will sich diesen Luxus leisten. „Kassenkunden greifen vor allem wegen der Chefarztbehandlung zur stationären Zusatzpolice“, sagt BdV-Fachmann Rudnik. Bei den Ausgaben der Assekuranzen verschlingt dieser Punkt fast 37 Prozent. Wer allerdings sichergehen will, dass er trotz Zusatzpolice nicht doch auf einem Teil der Kosten sitzen bleibt, sollte auch hier das Kleingedruckte beachten: Da Chefärzte ihre Dienste in der Regel nicht unter dem 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte, kurz GOÄ, abrechnen, sollte die Police mindestens die Kosten bis zu diesem Satz decken. „Noch besser sind Kontrakte, die bei schweren Fällen und gegebener medizinischer Indikation die Chefarztbehandlung über dem Höchstsatz erstatten“, rät Rudnik. Das ist essenziell, berechnen doch gefragte Spezialisten schon mal den fünffachen Satz.

Wichtig ist dem BdV-Vorstand aus Verbrauchersicht außerdem noch, dass die Gesellschaft in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf ihr ordentliches Kündigungsrecht verzichtet. So darf sie Klienten in den ersten drei Jahren nicht ade sagen. Zu Vorsicht rät Rudnik bei Risikotarifen.

Bei diesen zahlt der Versicherte eine Prämie, die mit steigendem Alter automatisch teurer wird, bildet doch die Gesellschaft für das Mitglied keinerlei Altersrückstellungen, die Beitragssteigerungen im Alter abfedern. Vorteil hierbei sind allerdings die günstigen Beiträge.

Von Seiten der Christlichen Krankenkasse empfehlen wir Ihnen sich bei einem Christlichen fachlich versierten Versicherungsberater über die verschiedenen im Markt befindlichen Angebote mittels Beratungsprotokoll beraten zu lassen. Solche finden Sie unter www.christliche-kooperationsboerse.de

Bild: © Jascha400d – stock.xchng (SXC)

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