Neuerungen in der Pflegeversicherung 2012/2013

Zum 1. Januar 2012 tritt das Familienpflegezeitgesetz zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in Kraft. Wer die Familienpflegezeit mit seinem Arbeitgeber vereinbart, kann maximal zwei Jahre lang die Arbeitszeit bis auf 15 Arbeitsstunden je Woche verringern. Der Lohn wird in der Zeit nur halb so stark abgesenkt wie die Arbeitszeit.

Kommt die Zwangsverpflichtung zur privaten Pflegeversicherung?

Nach Plänen der Koalition sollen die Bürger verpflichtet werden, auch privat für die eigene Pflege anzusparen. „Wer auch künftig menschenwürdige Pflege wolle, müsse bereit sein, stärker individuell vorzusorgen“, sagte jüngst der Gesundheitsminister. Langfristig wird die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich steigen, laut Statistischem Bundesamts von derzeit knapp 2,4 Millionen auf etwa 4,4 Millionen im Jahr 2050.

Krankenkassen sollen ihre Finanzen künftig offenlegen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen einem Zeitungsbericht zufolge ihre Finanzen künftig offenlegen müssen. Damit wüssten die Versicherten künftig, ob sie bei einer Krankenkasse versichert seien, die wirtschaftlich solide aufgestellt sei – oder ob die Kasse in finanziellen Schwierigkeiten stecke, berichtete die „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf einen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums.

Beitragssteigerungen in der Pflegeversicherung ab 2012?

Die Zahl der auf Pflege angewiesenen Menschen steigt laut Statistischem Bundesamt rapide. Waren 2007 noch 2,2 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen, werden es im Jahr 2030 schätzungsweise 3,5 Millionen sein.

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