Radikale Sparvorschläge für die GKV

10. September 2011   •   Kommentare deaktiviert für Radikale Sparvorschläge für die GKV   

Den meisten Deutschen dürfte mittlerweile bekannt sein, dass uns eine dramatische demografische Entwicklung in Verbindung mit einer wachsenden und im hohen Alter vermutlich kränker werdenden Gesellschaft ins Haus steht.

Diese Entwicklung ist unter anderem das Ergebnis einer seit Jahrzehnten geförderten staatlichen Abtreibungspraxis mit Unterstützung fast aller Gesetzlichen Krankenkassen.

Radikale Sparvorschläge für die GKVNach neuesten Einschätzungen des Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung führt die Demografieproblematik zu Anforderungen an die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die deren finanziellen Rahmen sprengen dürften. Da aber Beitragssätze von über 50 Prozent im Jahr 2060 unrealistisch sind, müssten aus dem in der GKV vorhandenen Finanzvolumen die daraus noch finanzierbaren Leistungen abgeleitet werden.

Notwendig seien klare Leistungseinschnitte, auch wenn die Politik sich heute noch einer Diskussion über Priorisierung und Rationierung verweigert.

Der Institutsgründers Professor Dr. Fritz Beske untermauert in seiner Studie des IGSF „Solidarische, transparente und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung im demografischen Wandel durch Priorisierung und Rationierung“ den dramatischen Finanzbedarf in der GKV mit Hochrechnugen wie dieser:

Wenn im Jahr 2008 rund 51 Millionen GKV-Mitglieder Beiträge von 160 Milliarden Euro geleistet hätten, dann müssten ohne Gegensteuern im Jahr 2060 die verbliebenen 40 Millionen Mitglieder Beiträge im Volumen von 468 Milliarden Euro aufbringen. Grundsätzlich müsse für die GKV gefordert werden, dass neue Leistungen nur bei Gegenfinanzierung erbracht werden dürften, sagte der 1922 in Pommern geborene Beske. „Hiervon ist die Wirklichkeit weit entfernt.“

Tatsächlich sind aber Leistungseinschränkungen in der GKV unvermeidbar. Richtig wäre es, diese Einschränkungen über ein geordnetes Verfahren über Priorisierung und Rationierung zu definieren und nicht heimlich Einschnitte vorzunehmen.

Der Studie zufolge sollte die GKV auf ihre Kernaufgabe zurückgeführt werden, die medizinische Versorgung im Krankheitsfall sicherzustellen. Diese Leistungen sollten um Schwangerenvorsorge, Leistungen zur Früherkennung von Krankheiten (einschließlich Kinderkrankheiten), aktive Schutzimpfungen und Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen ergänzt werden.

Bei der medizinischen Versorgung müsse gefragt werden, was wirklich notwendig sei. Beim Kaiserschnitt sei etwa eine Zunahme zu beobachten, die darauf hindeute, dass neben der medizinischen Indikation auch Wunschkaiserschnitte durchgeführt würden, kritisierte Beske. Dabei sei die normale Entbindung kostengünstiger als ein Kaiserschnitt.

Diesen an sich vernünftigen Gedanken schließt sich die Christliche Krankenversicherung an und ergänzt ihn um die zwingende Notwendigkeit z.B. auch die staatlich subventionierte Abtreibung schnellstmöglich aus dem Leistungskatalog zu streichen. Erstaunlicherweise kommt der Professor auf diesen einfachen Zusammenhang nicht. Statt dessen fordert er ein Ende der Quersubventionierung anderer Sozialsysteme oder von Aufgaben des Staates durch die GKV. So gehöre die Familienversicherung für Kinder sowie Ehegatten und Lebenspartner seiner Ansicht nach ebenso auf den Prüfstand gestellt wie die Bezuschussung von Beziehern von Arbeitslosengeld II durch die GKV-Mitglieder. Als weiteren Vorschlag bringt Beske die Einführung von zwei Karenztagen, die durch Urlaubstage abgegolten werden könnten. Statt der Praxisgebühr könnten jeweils zehn Euro ab dem vierte Arztbesuch im Quartal genommen werden, um die im europäischen Vergleich ungewöhnlich hohe Zahl von Arztbesuchen einzudämmen.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass den intelligentesten Menschen in Deutschland die auf der Hand liegenden einfachsten Zusammenhänge und Urachen des Demografiewandels nicht bewußt sind. Nämlich zwischen einem jahrzehntelangen kollektiven staatlich subventionierten Selbstmord durch Abtreibung und einer in Folge dessen niedrigen Geburtenrate und somit Verschiebung der Altersstruktur in der Bevölkerungspyramide, die zwangläufig in der Demografiefalle endet. Die Anzahl der seit den 70 er Jahren abgetriebenen Kinder entspricht exakt der Summe der heute fehlenden Generationen.

Seit 02.2010 hat sich eine einzige gesetzliche Krankenkasse, die BKK IHV Wiesbaden mit Ihrem Kooperationspartern ProLife Deutschland auf den Weg gemacht, diese moralisch und ökonomisch verwerfliche Praxis zu kritisieren. Wir sollten diese Krankenkasse daher unbedingt und dringend unterstützen.

Wie?

In dem Sie Kunde dieser tapferen Gesellschaft werden. Weitere Informationen erhalten sie bei der: ProLife Deutschland GmbH.

Bild: © stock.xchng (SXC)

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