Private Zusatzversicherung für GKV Patienten

6. Juli 2011   •   Kommentare deaktiviert für Private Zusatzversicherung für GKV Patienten   

Kassenpatienten, die sich im Krankenhaus von einem Spezialisten ihrer Wahl behandeln lassen wollen, brauchen eine private Zusatzversicherung.

Private Zusatzversicherung für GKV Patienten Herzklappen-OPs, Tumorentfernung, Bypass-Legung – gerade bei komplizierten und oft lebensbedrohenden Operationen kommt es auf die Routine und das Können des Arztes an. Sich in dieser Situation die erfahrensten Hände und das fitteste Gehirn aussuchen zu können, ist Luxus.

Und dieser ist für gesetzlich Krankenversicherte nicht vorgesehen. Denn ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich – so soll die Patientenversorgung im Krankenhaus laut Gesetzgeber für Kassenpatienten sein. Doch auch private Zusatzversicherungen sind kritisch zu prüfen. Denn ein Rundum-sorglos-Paket ist eine private Zusatzversicherung für den Klinikaufenthalt nicht.

Ein Punkt, der die Arztwahl durchaus beschränken kann, ist das Maß, in dem die Krankenversicherung Leistungen auf die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) begrenzt. Die GOÄ ordnet jeder Behandlung einen Wert zu. Die Entfernung eines Kleinhirntumors kostet laut Einfachsatz rund 291 Euro.

Ist die Operation knifflig, kann der Arzt diese Gebühr auf das 3,5-Fache, den Höchstsatz, erhöhen. Macht 1.012 Euro. Auf diesen Höchstsatz kann der Arzt noch einmal aufstocken, muss dann aber einen Extravertrag mit dem Patienten abschließen.

Manche Krankenversicherer begrenzen aber die Kosten auf den Höchstsatz der GOÄ und schränken damit den Spielraum für Behandlungen wieder ein. Auf Nummer sicher geht man als Patient, wenn man vor der Behandlung bei seiner Versicherung nachfragt und sich eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme schicken lässt.

Das gilt auch, wenn es um die Wahl des Krankenhauses geht. Behandlungen in bestimmten Kliniken übernehmen einige Versicherer gar nicht. Andere wollen vorher ihr schriftliches Einverständnis geben. Das ist bei sogenannten gemischten Anstalten der Fall. Bei ihnen geht es nicht nur um den Krankenhausbetrieb, hier können Patienten auch zur Kur bleiben.

Im Notfall ist eine Versorgung hier kein Problem, bei planbaren Behandlungen sollten Versicherte vorher fragen. Denn auch die Versicherungsbedingungen machen hier oft keine klaren Aussagen.

Vorsicht ist auch bei Privatkliniken geboten. Haben sie keinen Versorgungsvertrag mit der Krankenkasse, können Patienten auf erheblichen Kosten sitzen bleiben. Der Grund: Die private Zusatzversicherung stockt Leistungen der gesetzlichen Kasse auf.

Die Krankenkasse zahlt also die allgemeine Behandlung, die Zusatzversicherung die Extras wie den Chefarzt. Geht der Patient in eine Privatklinik, die keinen Versorgungsvertrag mit der gesetzlichen Krankenversicherung hat, zahlt die Zusatzversicherung zwar die Extras.

Für die allgemeinen Kosten muss der Versicherte aber selbst aufkommen. Es sei denn, die Kasse erklärt sich bereit, die Behandlung zu bezuschussen. Ist der Fall nicht ganz so ernst, führen immer mehr Ärzte Operationen ambulant durch. Eine längere Unterbringung im Krankenhaus ist dann nicht nötig.

Gute Policen leisten deshalb auch bei ambulanten Eingriffen, damit ein Kassenpatient auch bei der Kreuzband-OP nicht auf den Meister seines Fachs verzichten muss. Zur Auswahl des für ihren Bedarfs geeigneten Produktes empfehlen wir Ihnen als Christliche Krankenversicherung sich direkt an die Christlich geprägten Versicherungsspezialisten der zu wenden.

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