Praeimplantationsdiagnostik kurz vor der Neubewertung

20. Mai 2011   •   Kommentare deaktiviert für Praeimplantationsdiagnostik kurz vor der Neubewertung   

Mit der PID werden menschliche Embryonen nach einer künstlichen Befruchtung auf eventuelle Erbkrankheiten oder Behinderungen untersucht, um anschließend auszuwählen, welcher Embryo es „wert ist“, in die Gebärmutter eingepflanzt zu werden und welche aussortiert und beseitigt werden. Damit urteilen Menschen über das Leben anderer Menschen, als „lebenswert“ oder „lebensunwert“.

Praeimplantationsdiagnostik kurz vor der NeubewertungAuch bei einer noch so eng begrenzten Zulassung der PID steht am Ende eine Entscheidung – die Entscheidung, wer leben darf und wer nicht. Diese Entscheidung aber steht uns nicht zu. Die PID verstärkt die Tendenz, daß nur gesunde Kinder geboren werden dürfen. Schon heute müssen sich Eltern behindertet Kinder immer wieder anhören „das hätte doch nicht sein müssen, da kann man heute doch etwas dagegen machen“. Der Druck auf alle Eltern wächst, alle diagnostischen Möglichkeiten zu nutzen und bei Verdacht der Behinderung, das ungeborene Kind töten zu lassen. Durch diese Haltung nimmt auch der Respekt vor geborenen Behinderten immer mehr ab. Letztlich wird niemand mehr fragen, ob die Behinderung angeboren oder später erworben ist.

Ein Studie der Europäischen Gesellschaft für Humanreproduktion und Embryologie vom November 2010 zeigte, dass pro Kind, das nach PID geboren wird, im Schnitt 33 Embryonen produziert und getötet werden.

Ferner zeigt die Erfahrung, daß in Ländern, welche die PID schon haben, das Verlangen nach dem „Designerbaby“ wächst. Genetisch beeinflußbare Faktoren sollen gesteuert werden. Intelligenz, Charakter und körperliche Eigenschaften sollen gesteuert werden. Selbst Paare, die ein Kind auf normalem Wege zeugen könnten, ziehen zuweilen künstliche Befruchtung vor, um
bestimmte Eigenschaften ihrer Kinder zu „erzeugen“. In einigen Länder werden sogar sogenannte „Retterbabys“ zur Heilung von erkrankten Familienmitgliedern erzeugt. Diese Entwicklungen stehen noch am Anfang und sind sehr besorgniserregend.

In Deutschland hatte vor kurzem die CDU auf ihrem Parteitag mit hauchdünner Mehrheit (408 von 799 Stimmen) für ein Verbot der PID gestimmt. Die erste Lesung im Bundestag zur PID hat am 14.4.2011 stattgefunden. In nur wenigen Wochen entscheidet der Bundestag abschließend.

Das Portal www.Abgeordneten-Check.de veröffentlicht laufend neue Informationen zum möglichen Abstimmungsverhalten unserer Politiker bezüglich der „PID“. Derzeit stimmen 256 Politiker für eine Freigabe der PID, 198 Politiker sind für ein PID- Verbot, 167 Politiker haben sich noch nicht entschieden!! Bitte schreiben Sie die Politiker an, die sich noch nicht entschieden haben, aber auch die Politiker, die schon jetzt für eine Freigabe der PID votieren. Die E-Mail-Adressen und Postadressen der Politiker finden Sie unter: abgeordneten-check.de

Wenn Sie nichts tun, tun es andere, aber anders, als Sie wollen!

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in der Stellungnahme der Bioethik-Kommission des Landes Rheinland-Pfalz zum Thema „Praeimplantationsdiagnostik

Derzeit geben die gesetzlichen Krankenkassen jährlich etwa 76 Millionen EUR für künstliche Befruchtungen aus. Im öffentlichen Gespräch ist aktuell die Wiedereinführung der alten Regelungung aus dem Jahre 2003. Es sollen wieder 4 künstliche Besamungsversuche von den Krankenkassen übernommen werden statt bisher 3. Außerdem soll die Altersobergrenze von Mann und Frau für eine Künstliche Befruchtung erhöht werden.

Unbestritten ist, daß durch eine solche Regelung enorme Mehrkosten auf die Krankenkassen zukämen. Und sollte die PID, die Möglichkeit einer Menschenselektion vor der Einpflanzung in den Mutterleib, von den Bundestagsabgeordneten als gesetzliche Regelung beschlossen werden, wird dies nochmals die Kosten in die Höhe treiben.

Aus Sicht der Christlichen Krankenversicherung sollte die Versichertengemeinschaft weder die Kosten Künstlicher Befruchtung noch z.B. die von Anti-Baby-Pillen tragen, ggf. mit einigen wenigen extremen Ausnahmen (z.B. bei der Anti-Baby-Pille im Falle der medizinischen Indikation)

Dadurch alleine könnten jährlich Millionen eingespart werden. Praktischer Nebeneffekt des Vorschlags wäre, dass viele Frauen dadurch gesund bleiben würden, denn Frauen, die eine längere Zeit die Anti-Baby-Pille (Hormone) einnehmen, werden durch die Nebenwirkungen der Pille oft auch noch unfruchtbar. Bild: © stock.xchng (SXC) rocknroli

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