Medizin aus einer christlichen Perspektive – Teil 1

25. Juni 2011   •   Kommentare deaktiviert für Medizin aus einer christlichen Perspektive – Teil 1   

Grundlage unserer Betrachtung ist eine am ganzen Menschen orientierte medizinische Versorgung. Diese basiert auf dem Verständnis, dass der Mensch Körper, Seele und Geist ist und dass Krankheit sich in einer dieser drei Komponenten niederschlagen kann und dabei die anderen Bereiche mit beeinträchtig.

Wenn wir verstehen wollen, welche Absichten Gott im Hinblick auf Krankheit hat, dann werden wir auch verstehen, dass wir falsche Fragen stellen.

Dabei ist es gemeinsame Aufgabe von Ärzten, Sozialarbeitern und Pastoren:

  • die Schwachen zu stärken
  • die Kranken zu heilen
  • die Verletzten zu verbinden
  • die Zerstreuten zurückzubringen und
  • die Verlorenen zu suchen.

Wir stehen wieder ganz neu am Anfang einer aufregenden, aber schwierigen Reise, deren Ziel darin besteht, medizinische Wissenschaft, Kunst und Praxis in die liebenden Arme JESU CHRISTI und damit in das Reich Gottes zu bringen.

Medizin aus einer christlichen Perspektive - Teil 1Dabei lebt besonders der Christliche Arzt heute in der Schwierigkeit, dass Gott zwar bei ihm sonntags einen gewissen Raum einnimmt, während er ab Montag in einer Umgebung arbeitet, in der Gott weder im Denken noch im Handeln einen Platz hat. Für viele der Betroffenen ist dies so selbstverständlich geworden, dass sie sich weder der philosophisch-weltanschaulichen Wurzeln des heute vorherrschenden medizinischen Weltbildes bewußt sind, noch eine Vorstellung davon haben, wie eine christlich orientierte Medizin aussehen könnte.

Während unser Wissen mehr und mehr anwächst, können wir Gesundheit und Glück immer weniger beinflussen. Angesichts des Erscheinungsbildes der heutigen Medizin könnte man schlußfolgern, dass es den Ärzten ausschließlich darum ginge, Leben zu verlängern und körperliche Leiden zu lindern. Es scheint so, als hätten wir uns einen „Gott“ des technologischen Fortschritts geschaffen, der seinen Erfolg
hauptsächlich in Überlebensjahren mißt und dabei anderen Werten nur beiläufig Aufmerksamkeit schenkt.

Dabei können wir diesen „falsche Gott“ ein wenig enttarnen, denn erstens sind wir trotz allem Fortschritt heute weiter denn je von der Fähigkeit entfernt, die eigentliche Ursache und Bedeutung von Krankheit und Leid zu entdecken. Und dazu gibt es noch Wissenschaftler die davon ausgehen, dass medizinische Intervention nur einen unbedeutenden Beitrag zur Volksgesundheit leistet, und stattdessen die Wichtigkeit z.B. sozialer Reformen betonen. Aber selbst wenn wir einen großen Fortschritt gemacht haben (z.B. Entdeckung von Atomkraft oder Antibiotika) müssen wir nach einem relativ kurzen Zeitraum erkennen, dass diese Entdeckung ernstlich mitßbraucht wird mit der realen Möglichkeit katastrophaler Konsequenzen.

So auch die Abtreibung / Schwangerschaftsabbruch, ein unglaubliches Verbrechen im Namen der Anteilnahme, Besorgnis und Selbstbestimmung der Frau. Ursprünglich wurde die Abtreibung für solche Fälle gelockert, in denen die Gesundheit der Mutter durch die Schwangerschaft gefährdet war – eine vermeindliche Innovation – Heute haben wir die Abtreibung auf Wunsch als Mittel der Familienplanung, die bereits Millionen von Ungeborenen im Mutterleib das Leben gekosten hat.

Eines der Prinzipien unserer Welt scheint darin zu bestehen, dass selbst jede noch so gute wissenschaftliche Entdeckung stets auch in destruktiver Weise genutzt werden kann und vermutlich auch wird.

Somit steigen wie im Falle der verniedlichend genannten „Schwangerschaftsunterbrechung“ / Abtreibung auch diejenigen Ansprüche und Erwartungen der Gesellschaft an den christlichen Arzt, die ihn in Konflikt zur christlichen Lehre bringen.

Von Seiten der Christlichen Krankenversicherung möchten wir daher ein dringendes Signal gegen die Abtreibung / Schwangerschaftsabbruch insbesondere im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland setzen. Dabei sprechen wir Sie in Ihrer Rolle als Kunde/in einer Krankenkasse an, die die Abtreibung durch Vorfinanzierung und ausbleibende kritisch öffentliche Äusserungen fördert. Erst seit kurzem (02.2010) gibt es aber durch die Kooperation der BKK IHV Wiesbaden mit der ProLife Deutschland eine Krankenkasse in Deutschland mit freiwilligem Verzicht auf Abtreibung. Diese öffentliche Positionierung finden wir mehr als mutig und bitten daher auch dringend um Ihre Unterstützung, in dem Sie Kunde der BKK IHV werden. Mehr erfahren Sie bei uns unter: Gesetzliche Krankenkasse…

Gott sprach zu Noah: “ Von jedem Menschen werde ich Rechenschaft fordern für das Leben seines Nächsten (1.Mose 9,5). Sind wir wirklich so sicher, dass Gott das ungeborene Kind nicht als unseren Nächsten ansieht?

Kernaussagen dieses Artikels wurden dem bereits im Jahre 1990 erschienenen Buch Gesundheit – Heilung – und Medizin des britischen Arztes Dr. Mike Sheldon entnommen.

Bild: © stock.xchng (SXC)

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