Krankenkassen sollen ihre Finanzen künftig offenlegen

5. August 2011   •   Kommentare deaktiviert für Krankenkassen sollen ihre Finanzen künftig offenlegen   

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen einem Zeitungsbericht zufolge ihre Finanzen künftig offenlegen müssen. Damit wüssten die Versicherten künftig, ob sie bei einer Krankenkasse versichert seien, die wirtschaftlich solide aufgestellt sei – oder ob die Kasse in finanziellen Schwierigkeiten stecke, berichtete die „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf einen Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums.

Beitragssteigerungen in der Pflegeversicherung ab 2012Bislang veröffentlichen nur wenige Krankenkassen ihre Jahresrechnungen, was angesichts der Schließung der City BKK und Berichten über zahlreiche weitere Kassen mit Finanznöten zu Verunsicherung geführt hat. Der Entwurf sieht vor, dass die Kassen „einen aussagekräftigen Bericht über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die finanzielle Lage der Krankenkasse zu erstellen“, wie das Blatt weiter berichtete.

Dazu gehörten Angaben zur Einnahmen- und Ausgabenentwicklung, zur Vermögenssituation der Krankenkasse und zur Mitgliederentwicklung. In der Begründung der Gesetzesänderung heißt es demnach, es solle mehr Transparenz geschaffen werden, „damit sich die Versicherten bei der Wahl ihrer Krankenkasse umfassend über deren wirtschaftliche Lage informieren können“. Die Vergleichbarkeit der Berichte solle dadurch gesichert werden, dass der Spitzenverband der Krankenkassen ein einheitliches Berichtsformular vorgibt, berichtete das Blatt weiter. Das Ministerium habe die Krankenkassenverbände aufgefordert, bis zum 28. Juli eine Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf abzugeben.

Viele Krankenkassen lehnen die Veröffentlichung ihrer Finanzdaten bislang ab. Als Christliche Krankenversicherung unterstützen wir diesen Vorschlag, da Transparenz in der Regel die Ehrlichkeit erhöht und somit kleine aber solide Krankenkassen wie die BKK IHV, Wiesbaden, die von uns empfohlen wird, gemeinsam mit Ihrem Kooperationspartner ProLife Deutschland bei solchen Vergleichen sicher nicht schlecht abschließen würden. Und abgesehen davon ist sie die Einzige Krankenkasse bundesweit, die sich im Rahmen ihrer Kooperation mit der ProLife Deutschland GmbH kritisch zum Thema Abtreibung äußert.

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