Kommt die Zwangsverpflichtung zur privaten Pflegeversicherung?

9. August 2011   •   Kommentare deaktiviert für Kommt die Zwangsverpflichtung zur privaten Pflegeversicherung?   

Nach Plänen der Koalition sollen die Bürger verpflichtet werden, auch privat für die eigene Pflege anzusparen. „Wer auch künftig menschenwürdige Pflege wolle, müsse bereit sein, stärker individuell vorzusorgen“, sagte jüngst der Gesundheitsminister. Langfristig wird die Zahl der Pflegebedürftigen deutlich steigen, laut Statistischem Bundesamts von derzeit knapp 2,4 Millionen auf etwa 4,4 Millionen im Jahr 2050.

Kommt die Zwangsverpflichtung zur privaten Pflegeversicherung?Somit werden die Ausgaben stärker steigen als die Beitragseinnahmen. Denn durch die demografische Entwicklung wird die Zahl der aktiven Beitragszahler sinken, während die der Rentner, die mit einem kleineren Alterseinkommen auch geringere Pflegebeiträge zahlen, zunimmt.

Deshalb haben Union und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart, eine Kapitaldeckung einzuführen, die „verpflichtend, individualisiert und generationengerecht“ ausgestaltet sein soll.

Die konkrete Ausgestaltung ist noch unklar. Einig sei man sich laut Unions-Fraktionsvize Johannes Singhammer (CSU), dass die Koalition erstmals in der Geschichte der Sozialversicherung eine Rücklage bilden will.

Denn die Zahl der Pflegebedürftigen werde in den nächsten 20 Jahren um mindestens ein Drittel zunehmen. Eine solche Rücklage müsse allerdings vor dem Zugriff des Staates geschützt werden, damit das Geld nicht in schlechten Haushaltszeiten für andere Zwecke verwendet wird.“

Noch verfügt die Pflegeversicherung über liquide Mittel von 5,1 Milliarden Euro Ende 2010. Doch diese Reserven werden in den nächsten Jahren schrumpfen. Dass die Leistungen mit den derzeitigen
Beitragssätzen bald nicht mehr bezahlbar sind, stellten auch die Wirtschaftsweisen in ihrem letzten Gutachten fest.

Sollten sie sich mit dem Gedanken eines etwaigen Abschlusses einer privaten Pflegeversicherung beschäftigen empfehlen wir Ihnen von Seiten der Christlichen Krankenkasse, die christlich geprägten und fachlich versierten Versicherungsberater der www.christliche-kooperationsboerse.de zu Rate zu ziehen.

Bild: © macanudo – stock.xchng (SXC)

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