Homöopathie

12. Mai 2011   •   Kommentare deaktiviert für Homöopathie   

Sehr erfreut war ich in diesen Tage über den erhellenden Fernsehbericht auf Spiegel-TV in Sachen Homöopathie. Zumal dieser Sender nicht gerade für christlich geprägte Inhalte bekannt ist. Umso erfrischender war es zu erleben, dass die verantwortlichen Redakteure unserer Einschätzung nach, der Wahrheit in Sachen Homöopathie näher gekommen sind, als so manche christliche Familie.

HomöopathieUnsere Leser, die positive Erfahrungen mit Globolis gemacht haben, wollen wir an dieser Stelle ermutigen, diesen Bericht zu Ende zu lesen. Vielleicht besteht doch eine Möglichkeit, dass sie sich am Ende des Artikels für den Gedanken öffnen, dass möglicherweise doch andere Effekte (wie z.B. ihr liebender Vater im Himmel, die Selbstheilungskräfte des Körpers, die Gott in uns angelegt hat… ) zu Ihrer persönlichen Heilung beigetragen haben könnte.

Folgend einige Fakten aus den Spiegel-Berichten: Besonders bei leichteren Beschwerden vertrauen viele Menschen der vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) entwickelte Homöopathie. Diese beruht auf der Regel: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.“ Homöopathie – griechisch für „ähnliches Leiden“ – wird von ihren Befürwortern sowohl gegen körperliche als auch gegen seelische Beschwerden angewandt. Homöopathie beruht auf zwei Grundprinzipien: dem Ähnlichkeitsprinzip und der Verdünnung.

Die Herstellung der Medikamente beruht auf dem sogenannten Potenzieren: Die Wirkstoffe werden durch Vermischen mit Alkohol oder Wasser oder durch Verreiben mit Milchzucker stark verdünnt. Anhänger der homöopathischen Idee gehen davon aus, dass das Medikament umso besser wirkt, je stärker es verdünnt ist: Es gibt verschiedene Verdünnungsgrade, von einem Tropfen auf das Volumen einer Erbse (D1) bis zu einem Tropfen auf das gesamte Universum (D78). D78 bedeutet, dass ein Mittel 78-mal um den Faktor zehn verdünnt wurde.

Erhältlich sind aber auch Potenzen wie D200 oder gar D1000. In vielen homöopathischen Mitteln ist der Wirkstoff deshalb nicht mehr nachzuweisen – im Medikament kommt von ihm kein einziges Molekül mehr vor. Die mechanischen Prozeduren (Verreiben, Verschütteln), die im Potenzierungsverfahren angewandt werden, sind aus wissen-schaftlicher Sicht Ritualen gleichzusetzen, da die damit beabsichtigten Wirkungen elementaren physikalischen Erkenntnissen widersprechen.

HomöopathieDie moderne Naturwissenschaft konnte eine Wirksamkeit der Homöopathie bis heute nicht nachweisen – trotz zahlreicher Studien. Die meisten Fachleute sind inzwischen überzeugt, dass eine Wirkung allenfalls auf einem Placebo-Effekt beruhen kann. Für die Wirksamkeit homöopathischer Mittel gibt es bisher keinen überzeugenden wissenschaftlichen Nachweis. Im Jahr 1997 legte der Mediziner Klaus Linde von der Technischen Universität München eine große Erhebung zum Thema vor.

Die Ergebnisse erschienen zunächst vielversprechend für die Befürworter der Heilmethode und werden noch heute als Legitimation benutzt. Kritiker warfen Lindes Studie jedoch mangelhafe Qualität vor. Der Autor selbst räumt inzwischen ein, dass er seine damalige Schlussfolgerung, der Effekt homöopathischer Mittel ginge über einen Placeboeffekt hinaus, nicht mehr aufrechterhalten könne.

2005 veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Bern im Fachblatt „The Lancet“ eine weitaus genauere Studie. Im Test gegen Placebos zeigte sich bei den homöopathischen Medikamenten keine erhöhte Wirksamkeit. Auch andere Studien ergaben, dass durch Potenzierung hergestellte Arzneimittel Placebos in ihrer Wirkung nicht übertreffen.

Dennoch erfreut sich die Homöopathie einer zunehmenden Anhängerschaft, wohl gemerkt auch unter Christen. 2005 gab jeder Deutsche im Durchschnitt 4,87 Euro für Homöopathika aus. Laut einer Allensbach-Umfrage ist die alternativ-medizinische Methode am beliebtesten bei Frauen zwischen 30 und 44 Jahren, die in Bayern oder Baden-Württemberg in Haushalten mit überdurchschnittlichem Einkommen leben. Mehr als 3000 Apotheker verfügen heute über eine homöopathische Ausbildung. 6712 Ärzte tragen offiziell die Zusatzbezeichnung „Homöopath“. Diese Zahl hat sich seit 1993 mehr als verdreifacht.

Eine Christliche Krankenversicherung würde in Zukunft selbstverständlich keine Erstattung von Homöopathischen Medikamenten durchführen, da es sich unserer Ansicht nach hierbei eindeutig um Irrlehren handelt.

Bild: © tinpalace, stock.xchng (SXC)

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