Führt der neue Kostendruck zum Krankenhaussterben?

18. Mai 2011   •   Kommentare deaktiviert für Führt der neue Kostendruck zum Krankenhaussterben?   

Laut ddp werden Bevölkerungsschwund und Sparzwänge einer Studie des Forschungsinstitutes zufolge den Krankenhäusern in Deutschland massiv zusetzen. Die Autoren befürchten, dass bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Kliniken vor dem Aus stehen. „Bis 2020 könnten etwa zehn Prozent der Häuser aus dem Markt ausscheiden“, prognostizierte das RWI am Donnerstag in seinem „Krankenhaus Rating Report 2011, in dem 1000 Kliniken deutschlandweit unter die Lupe genommen wurden.

KrankenhaussterbenBesonders vielen kleinen Kliniken und auch Krankenhäusern auf dem Land drohe das Aus. Die demografische Entwicklung werde dazu führen, dass die Bevölkerungszahl besonders in strukturschwachen Regionen schrumpfen werde. Die derzeitige Krankenhausinfrastruktur könne daher in manchen Gebieten nicht in vollem Umfang aufrechterhalten werden. In den meisten Fällen sei jedoch nicht davon auszugehen, dass durch Schließungen die Versorgungssicherheit in Gefahr geraten werde.

Interessant in diesem Bericht ist, dass Öffentlich-rechtliche Spitäler in der Studie signifikant schlechter abschneiden als Private oder Gemeinnützige. Letzere werden von der kirchlichen und freien Wohlfahrtspflege getragen. Den Daten zufolge bestand 2009 bei zwölf Prozent aller Krankenhäuser erhöhte Insolvenzgefahr.

Auch die gesetzlichen Krankenkassen forderten eine strukturelle Bereinigung. Diese sei vor allem dort wichtig, wo es wie etwa in den westdeutschen Ballungsgebieten einen Bettenüberhang durch eine große Klinikdichte gebe, erklärte der GKV-Spitzenverband.

Die Bürger beanspruchen die Krankenhausleistungen dabei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich stark: Im noch stark christlich geprägten Baden-Württemberg wurden 14 Prozent weniger Fälle je Einwohner als im Durchschnitt registriert, in Thüringen lag die Fallzahl hingegen bis zu zwölf Prozent über dem Schnitt.

Von Seiten der Christlichen Krankenversicherung möchten wir an dieser Stelle auf die Vielzahl christlich motivierter Kranken- und Altenpflege in unserem Land hinweisen, ohne die unser Gesundheitswesen nicht denkbar wäre. Das heißt ein herzliches Dankeschön, an alle Ärzte, Krankenpfleger- und Krankenschwester, Verwaltungs- und Reinigungspersonal, die sich täglich in diesen so wichtigen Aufgaben aufopfern zum Wohle der Patienten.

Unglaublich dass für diese gesellschaftlich so wertvollen Leistungen bald keine Mittel mehr zur Verfügung stehen sollen. Überraschend, denn anderer-seits werden von den Länderhaushalten jedes Jahr nachweisbar ca. 44 Millionen EUR zur Verfügung gestellt zur Finanzierung der Tötung von Kindern im Mutterleib im Rahmen der sozial indiziierten Abtreibung. Diese so sinnlose und ethisch zutiefst verwerfliche Mittelverwendung wurde noch in keiner Diskussion öffentlich in Frage gestellt. Etwas polemisch ausgedrückt könnte man sagen, wir schließen eher Krankenhäuser und sparen lieber an der flächendeckenden Versorgung, bevor wir einmal die staatlich angeordnete und im Gesundheitswesen verankerte Tötung von Kleinstkindern in Frage stellen.

Aus unserer Sicht ein Skandal, den allerdings niemand hören will, zu allerletzt diejenigen, die auf die Heilsversprechungen der Feministinnen, Politiker und Abtreibungsärzte gehört haben, und in Wirklichkeit noch Jahre später um Ihr verlorenes Kind trauern.

 

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