Darf eine Frau über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden?

24. August 2012   •   Kommentare deaktiviert für Darf eine Frau über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden?   

Im Artikel eines Bischofs war kürzlich folgender Satz zu lesen:„Eine Frau, die über Leben und Tod ihres ungeborenen Kindes entscheiden muss, wird an ihre Grenzen geführt.“ Muss eine Mutter über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden?

Darf sie das überhaupt? Hat sie ein Recht dazu? Kein Gericht darf die Todes-Strafe aussprechen, aber jede Mutter darf das? Und wie würde die Frage unter Einbeziehung des christlichen Glaubens und der deutschen Gesetze beantwortet? „Gott schuf den Menschen als sein Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn.“ Gott ist Schöpfer des Lebens.

Das ungeborene Kind ist also Gottes Schöpfung und Abbild Gottes. Folglich ist das Leben nicht unser Eigentum, so dass wir darüber nicht verfügen dürfen. Wenn Christus sagt: „Ich bin das Leben“ dann heißt das, dass alles Leben von ihm ausgeht, dass kein Kind ohne seinen Willen gezeugt wird, dass nur ER Herr über Leben und Tod ist. Also darf keine Frau über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden. (Ausnahme: wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.) Wie ist es aber mit der Freiheit, die Gott uns geschenkt hat? Nach unserem freien Willen können wir uns für das Gute oder das Böse entscheiden, wählen zwischen Leben und Tod.

Damit wir das Gute erkennen, hat Gott uns die 10 Gebote gegeben, hat uns gesagt was gut ist: „DU SOLLST NICHT TÖTEN“. Nur wer sich für das Gute entscheidet, vollzieht Freiheit. Wer das Böse wählt, wählt die Sünde, das Gericht. Also, nur die Mutter, die sich für das Leben ihres Kindes entscheidet, vollzieht Freiheit.

Was sagt unsere Gesetzgebung über Leben und Tod der ungeborenen Kinder und das Recht der Mutter?

Im Artikel 2 unseres Grundgesetzes steht das höchste Recht des Menschen: „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben“ Alle daraus folgende Gesetze müssen diesem Grundrecht untergeordnet werden. Da das ungeborene Kind ein Recht auf Leben hat, darf niemand das Kind töten, weder die Mutter noch ein Gericht.

Keine noch so große Not der Mutter recht- fertigt den Tod ihres ungeborenen Kindes. Die Not der Eltern kann durch staatliche und kirchliche Hilfen abgewendet werden, aber die Tötung des Kindesist endgültig und die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen nach der Abtreibungbelastendie Mütter oft ihr Leben lang.

Wenn der Bischof schreibt, „die Frau muss entscheiden….“, spricht er der Frau das Recht zu über Leben und Tod entscheiden zu dürfen, aber dieses Recht hat sie nicht. Nach unserer Gesetzeslage in Deutschland: Abtreibung ist gesetzwidrig aber straffrei bei Beratung und 12-Wochenfrist, hat der Staat sich aus der Verantwortung gestohlen und fälschlicherweise die Mutter zum bestimmenden Faktor über Leben und Tod gemacht. Nach einer Vergewaltigung oder bei Behinderung des Kindes hat die Mutter sogar ein einklagbares Recht auf Abtreibung.

Besonders grausam sind die Spätabtreibungen. In jedem Fall irrt der Gesetzgeber, denn damit sagt er, dass das Kind bis zur 12. Woche kein Mensch ist, das das behinderte Kind kein Mensch ist und das durch Vergewaltigung gezeugte Kind, ebenfalls kein Mensch ist, denn jeder Mensch hat ja ein Recht auf Leben.

Mögen wir uns in diesem Zusammenhang an die mahnenden Worte von Papst Leo XIII aus dem Jahre 1891 erinnern, der sagte: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen“

 

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