Burnout

24. Mai 2011   •   Kommentare deaktiviert für Burnout   

Burnout heißt übersetzt „Ausgebranntsein“. Es bezeichnet einen Zustand körperlicher und geistiger Erschöpfung, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat.

BurnoutUnbehandelter Burnout kann zu völliger Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, zu erhöhter Suchtgefahr und sogar Suizidgefahr führen.

Von Burnout spricht man in der Regel „nur“ im beruflichen Bereich. Der Begriff wird seit den 60er Jahren verwendet, ursprünglich als Syndrom, das vor allem Menschen in helfenden Berufen betraf.

Hieraus könnte man ableiten, dass Christen zu einer besonders stark bedrohten Personengruppe zählen. Inzwischen ist Burnout in praktisch allen Berufsgruppen zu beobachten.

Die Ursachen des Burnout liegen zum einen im Arbeitsumfeld, zum anderen allerdings auch in inneren Faktoren, die das Entstehen eines Burnout begünstigen:

Zu den äußeren, beruflichen Ursachen gehören Überlastung, fehlende Anerkennung, mangelnder Respekt für den Mitarbeiter und auch Vertrauensverlust (bei den Personen, die Burnout entwickeln).

Zu den inneren Ursachen gehören hohe Erwartungen an sich selbst, Perfektionismus und entweder mangelnde kommunikative Fähigkeiten oder Zweifel an den eigenen kommunikativen Fähigkeiten

Die Phasen des Burnout-Prozesses nach dem Phasenmodell von Michael Lauderdale:

1.Verwirrung

  • vages Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist;
  • körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Angespanntheit und Schlaflosigkeit;
  • Energiemangel;
  • manchmal grundlose Angst.

2. Frustration

  • Unzufriedenheit und Ärger;
  • Gereiztheit gegenüber dem Umfeld;
  • evtl. Arbeitsplatzwechsel;
  • deutliche Zunahme der körperlichen Beschwerden, Symptome wie Rückenschmerzen und Migräne;
  • Entspannung nur noch mit Betäubungsmitteln (Alkohol, Tabletten, Drogen).

3. Verzweiflung

  • große Selbstzweifel;
  • Selbstanklagen;
  • Gefühl der Sinnlosigkeit;
  • Misstrauen;
  • Zynismus;
  • Mechanisierung des Lebens;
  • Erschöpfungsgefühl bereits bei geringen Anstrengungen;
  • Rückzug;
  • Apathie.

Psychische und körperliche Symptome bei Burnout

An den folgenden Kriterien können Sie erkennen, ob jemand kurz vor dem Burnout ist oder vielleicht sogar schon mittendrin steckt. Es ist zwar bislang kein eindeutiges Krankheitsbild definiert, aber es gibt eine ganze Reihe von möglichen körperlichen und psychischen Symptomen. Wenn mehrere davon in Kombination auftreten, dann spricht man von Burnout:

  • Antriebs- und Lustlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Ungünstige Essgewohnheiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Gefühl des Versagens
  • Angst
  • Psychosomatische Symptome wie Schwindelgefühl, Kopf- und Rückenschmerzen sowie Verdauungsstörungen

Kleiner Selbsttest

Bitte beantworten Sie sich selbst folgende Fragen möglichst ehrlich:

  • Haben Sie sich im Beruf ehrgeizige Ziele gesteckt und sind Sie bereit, Zeit und Energie in das Verwirklichen der Ziele zu investieren?
  • Fällt es Ihnen schwer, Aufgaben abzulehnen, die von Außen an Sie herangetragen werden (von Vorgesetzten, Kollegen, Kunden – oder auch im privaten Bereich), obwohl Sie eigentlich schon genug zu tun haben?
  • Sehen Sie Pausen als verlorene Zeit an?
  • Neigen Sie dazu, Ärger im Beruf und im Privatleben eher hinunterzuschlucken, statt ihn offen auszusprechen?
  • Versuchen Sie auch im Privatleben, alles möglichst effizient zu erledigen?
  • Schwanken Sie in Ihrer Selbsteinschätzung? Schätzen Sie sich mal als kompetent ein und dann wieder als inkompetent und als Versager?

Wenn Sie mindestens drei dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, sind Sie möglicherweise Burnout-gefährdet. Es besteht bei Ihnen vermutlich ein erhöhtes Risiko Burnout zu entwickeln.
Von Seiten der Christlichen Krankenversicherung empfehlen wir Ihnen sich selbst einmal kritisch zu beobachten und im Falle des Feststellens der ersten bedenklichen Symptome unbedingt rechtzeitig fachlichen Rat einzuholen. Burn-Out Spezialisten finden Sie unter unter anderem auf www.christliche-kooperationsboerse.de oder sprechen Sie einfach vor Ort den Seelsorger Ihrer Christliche Gemeinde an.

Bild: © stock.xchng (SXC)

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