Alterungsrückstellungen oder Umlageverfahren?

30. Oktober 2011   •   Kommentare deaktiviert für Alterungsrückstellungen oder Umlageverfahren?   

Alterungsrückstellungen nennt man den Teil der privaten Krankenversicherungsprämie, der zur Reduzierung der Beitragssteigerung im Alter verwandt wird.

Alterungsrückstellungen oder UmlageverfahrenBei einigen Gesellschaften beträgt dieser Anteil bis zu 45 % der Prämie. Es gilt die Formel: „Je höher umso seriöser“, zumindest dann, wenn man unterstellt, dass dieses Kapital dem Kunden später wirklich in vollem Umfang zufließt.

Dazu gehört Transparenz, die bisher in der privaten Krankenversicherung nicht gegeben war, ab dem nächsten Jahr jedoch eingeführt werden wird.

Die Alterungsrückstellungen gewährleisten mit den jährlichen Prämienanpassung die Tragfähigkeit und finanzielle Stabilität einer jeden Altersklasse innerhalb eines Krankenversicherungssolidargemeinschaft.

Tragfähig ist sie allerdings auch nur dann, wenn Sie groß genug ist. Wenn wir auch das unterstellen, ist dieses System weitaus eigenverantwortlicher und von Nächstenliebe geprägt, als das derzeitige Umalgeverfahren der Gesetzlichen Krankenversicherungen, dass schon seit Jahren schon nicht mehr eigenständig tragfähig ist, und nur noch durch die Subventionen des Steuerzahlers künstlich
am Leben gehalten wird.

Im Umlageverfahren werden bis auf kleine und kaum wirksame sogenannte Nachhaltigkeitsrücklagen keine Alterunngsrückstellungen gebildet. Das führt dazu, dass in Zeiten wie jetzt, in denen sich die Bundesdeutsche Gesellschaft durch die Toleranz der Abtreibung / Schwangerschaftsabbruch in einer Phase des kollektiven Selbstmordes befindet ein solches Modell erst recht ohne eine nachwachsende jüngere Generation nicht funktionieren kann und auch in Zukunft nicht funktionieren können wird.

Unterstellt man einen unbegrenzt großen Topf des steuerlichen Ausgleichs der Defizite ist die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zwar darstellbar, aber tragfähig aus sich selbst heraus, wird sie nicht mehr werden können.

Insofern hat die Politik nur zwei Möglichkeiten: 1. Leistungseinschränkunge oder 2. Zunahme der steuerlichen Subvention mit dem Effekt der Zunahme der Staatsverschuldung bedingt durch den Gesundheitssektor.

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